:: Photovoltaik sorgt für sinkende Strompreise an der Strombörse

+ 30.07.2011 + Experten haben schon seit Jahren prognostiziert, dass die Erneuerbaren Energien für sinkende Strompreise sorgen.von www.sonnenseite.com

Die Strombörse Leipzig bestätigt dies jetzt mit einem Ereignis, das in die Geschichte der Solarwirtschaft eingehen wird: Am 16. Juli 2011 ist der Strompreis am Spotmarkt der Strombörse EEX auf das niedrige Preisniveau von Nachtstrom gesunken.

 

Am hellen Mittag zwischen 14 und 15 Uhr musste ein Käufer für eine Stromlieferung nur 2,5 Cent je Kilowattstunde zahlen. Üblich sind am Wochenende zu dieser Tageszeit Strompreise, die etwa doppelt so hoch sind wie der (billige) Nachttarif. Bei einem weiteren Ausbau der Photovoltaik erwarten Fachleute, dass die Börsenpreise in den Sommermonaten tagsüber immer häufiger und für immer längere Zeiträume unter das Nachtstromniveau fallen. So wird es in der Zukunft auch für Verbraucher Nachtstrom-ähnliche Tarife geben, die auch tagsüber zu bestimmten Zeiten sehr billig sind.

 

Immer wieder wird von den großen Energieversorgern versucht, Angst zu schüren vor drastischen Strompreissteigerungen durch die Energiewende. Doch die Energiewende ist nicht nur ein Umstieg von endlichen und schädlichen Energieträgern auf erneuerbare, umweltfreundliche Technologien. Die Energiewende ist auch das Ende einer monopolistisch ausgerichteten Energiewirtschaft, die ihre Verkaufspreise nahezu frei festlegen kann. Ein stärkerer Markt mit einer größeren Anzahl von Anbietern wird dafür sorgen, dass die Stromkunden nicht mehr die exorbitanten Gewinne der Energieversorger finanzieren müssen.

 

Nach den Regeln der Strombörse erhalten die Kraftwerksbetreiber nicht den Preis, der ihrem ursprünglichen Angebot entspricht, sondern alle Anbieter die zum Zuge kommen, erhalten den Preis, den der jeweils teuerste benötigte Anbieter verlangt hat. So konnten die vier großen Kraftwerksbetreiber EnBW, Eon, RWE und Vattenfall jahrelang hohe Gewinne realisieren, indem sie insbesondere zur Mittagszeit - traditionell die Zeit der höchsten Nachfrage - billigen Grundlaststrom sehr teuer verkauften. Philippe Welter vom Magazin Photon prognostiziert: "Der hohe Photovoltaik-Zubau wird dazu führen, dass künftig zur Mittagszeit an den meisten Wochentagen von April bis September an der Börse keine übermäßigen Gewinne zu Lasten der Verbraucher mehr erzielt werden können."

 

Damit dürfte sich auch die „Marktprämie“, die auf Forderung von Umweltminister Röttgen in die EEG-Novelle mit aufgenommen wurde, als Flop erweisen. „Ich sehe keinen vernünftigen Grund, warum ein anständiger Photovoltaikanlagen-Betreiber auf die Einspeisevergütung verzichten sollte, um auf höhere Preise an der Strombörse zu spekulieren“, sagt Frank Rothacher, Geschäftsführer beim Photovoltaik-Systemhaus relatio in Balingen. „Die Einspeisevergütung gemäß EEG ist kostenorientiert und fair.“

an alle akw-gegnerinnen und freundinnen der erneurbaren energien

wenn ihr wissen wollt, wo wir gerade stehen mit der entwicklung der erneuerbaren energien und dem akw-ausstieg, könnt ihr folgende beiträge sichten- anders als in den mainstreammedien wird der akw-ausstieg als rückschritt definiert- nicht weil keine kompromissbereitschaft vorhanden wäre, sondern weil die grundsätzliche legitimation für den weiterbetrieb der akws fehlt und weil die jetztige eneuerbare energieplanung nicht zu dem anvisiertem klimaschutzziel führt.
wer immer die möglichkeit hat, noch deligierte der grünen partei, die sich morgen und übermorgen treffen, um diese planung zu diskutieren, zu erreichen, könnte es mit diesen fundierten argumentationen versuchen. - natürlich alle andere politischen gruppen sollten diese grundsätzliche kritik überall anbringen-

mit soligrüßen
karl braig


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: zentrale@sfv.de
Gesendet: 22.06.2011 09:33:04r
An: rundmail@sfv.de
Betreff: [sfv] Umweltschutzvereine und Grünen-Basis warnen - Atomausstieg wird zum Fossileinstieg

>[sfv-rundmail] vom 22.06.2011
>
>1. Umweltschutzvereine und Grünen-Basis warnen - Atomausstieg wird zum
>Fossileinstieg
>
>2. Kritik anderer Umweltvereine wie BUND und IPPNW zum Atomgesetz
>
>3. Rundmail abmelden
>
>---------------------------------------------------
>1. Umweltschutzvereine und Grünen-Basis warnen - Atomausstieg wird zum
>Fossileinstieg
>
>** Ein fauler Kompromiss?
>
>Der Atomkompromiss von Rot/Grün aus dem Jahr 2000 hatte keinen
>Bestand. Trotz vertraglicher Vereinbarungen, trotz gesetzlicher
>Regelungen! Haben wir nichts daraus gelernt?
>
>Inzwischen wird ein neuer Atomkompromiss vorbereitet.
>
>Die Unionsparteien, sowie die FDP haben sich festgelegt. Die SPD hat
>bereits Zustimmung signalisiert und fordert offen, die Kohlenutzung
>auszubauen [1]. Die Linken lehnen den Kompromiss und die mit ihm
>verbundenen Gesetze zur Einschränkung der dezentralen Erneuerbaren
>Energien ab [2].
>
>Alle Aufmerksamkeit richtet sich jetzt auf die Grünen, die auf einem
>Sonderparteitag am 25. Juni in Berlin ihre Position endgültig
>bestimmen wollen. Ihrer Entscheidung kommt besonderes Gewicht zu, da
>man den Grünen die höchste Kompetenz in Fragen des Atomausstiegs
>und des Ausbaus der Erneuerbaren Energien zutraut. Eine Zustimmung der
>Grünen würde das Vertrauen der Bevölkerung in die schwarz/gelben
>Beschlüsse erhöhen.
>
>
>Aber ist dieses Vertrauen wirklich gerechtfertigt? Ist es sinnvoll, dem
>Gesetzespaket von Union und FDP zuzustimmen, nur weil man den
>Atomausstieg auch will?
>
>Wir alle wissen: in einer Regierungskoalition müssen Kompromisse gemacht
>werden. Aber dürfen wir von den Grünen, einer in Energiefragen
>kompetenten Oppositionspartei, nicht deutlichere Kritik an falschen
>Weichenstellungen erwarten?
>
>
>Im Einzelnen geht es um folgende Kritikpunkte:
>
>
>** Tempo und Unumkehrbarkeit des Atomausstiegs
>
>Wenn das Restrisiko nicht hinnehmbar ist, müssen alle Atomanlagen
>sofort(!) abgeschaltet werden, selbst auf die Gefahr hin, dass es
>vorübergehend zu Stromsperren kommen wird. Leben und körperliche
>Unversehrtheit unserer Mitbürger, wie sie Artikel 2 Satz 2 unseres
>Grundgesetzes schützt, sind ein höheres Gut als wirtschaftliche
>Prosperität und der Luxus unbegrenzter Energieverfügbarkeit.
>
>Der Atomausstieg muss in der Verfassung verankert werden (so wie in
>Österreich).
>
>
>
>** Einstieg in die fossile Energiegewinnung verhindern
>
>Die Gefahren des Klimawandels für die menschliche Zivilisation sind
>keineswegs gebannt. Den Warnungen der Klimaforscher zum Trotz
>steigen die CO2-Emissionen auch in Deutschland schon wieder stark an.
>Das ist ein schrilles Alarmzeichen!
>
>Neben einer ambitionierten Energieeinsparung, z.B. durch Wärmedämmung im
>Wohnungsbereich, gibt es daher zum Ausbau der Erneuerbaren Energien
>keine Alternative, wollen wir das Überleben der Menschheit
>sicherstellen.
>
>Schnelleres Wachstum der dezentralen Erneuerbaren Energien braucht
>politische Unterstützung. Diese wird von Schwarz/Gelb derzeit
>ausdrücklich nicht gewollt und von Rot/Grün viel zu verhalten
>eingefordert. Zwar drängen die Energiepolitiker der Grünen verbal auf
>eine Beschleunigung des Wachstums der Erneuerbaren Energien, doch die
>von ihnen bisher tatsächlich genannten Ziele bedeuten im Fall der
>Solarenergie kein Wachstum, sondern sogar ein Schrumpfen des solaren
>Zubaus [3]. Insofern wird die Öffentlichkeit und die grüne Basis durch
>Schönreden getäuscht.
>
>
>Die Einspeisevergütungen von Solar- und Windenergie im Binnenland
>müssen auf attraktive, zuverlässig planbare Werte eingestellt werden,
>die mehrjährige Investitionsplanungen ermöglichen. Das wird von
>Schwarz/Gelb anders gesehen.
>
>Aber auch die grünen Energieexperten sind nicht gewillt, von dem in das
>EEG eingeführten demotivierenden planwirtschaftlichen Ansatz abzugehen,
>die Solarstromvergütung immer dann besonders stark abzusenken, wenn sich
>das Wachstum der Solarenergie schneller beschleunigt, als vorher geplant
>("atmender Deckel") [4].
>So wird das Vertrauen der Investoren in die kontinuierliche und
>vorhersehbare Unterstützung der Solarenergie durch die Politik
>nachhaltig zerstört.
>Die Chancen, die sich durch den schnelleren Ausbau im Jahr 2010 ergaben,
>wurden nicht genutzt.
>
>
>
>** Wachstum der Windenergie wieder beschleunigen
>
>Der Ausbau der Windenergie im Binnenland ist bereits seit Jahren
>rückläufig. Im Jahr 2010 wurden nur noch 1.500 MW installiert [5]. Im
>selben Jahr waren es bei der Solarenergie 7.400 MW.
>
>Da Windenergie und Solarenergie sich jahreszeitlich gut ergänzen,
>muss auch die Windenergie besser gefördert werden. Weder von den
>Regierungsparteien noch von SPD oder Grünen hören wir hier Rufe nach
>eine Verbesserung der Einspeisevergütung für Windstrom im
>Binnenland [6].
>
>
>** Schwerpunkt des Ausbaus auf dezentrale Solar- und Windenergie und
>dezentrale Stromspeicher legen
>
>Die Gesetzentwürfe der Regierungsfraktionen sehen die stärkere
>Förderung von Erneuerbare Energien nur in zentralistischen und zudem
>besonders teuren Großprojekten wie Offshore-Windparks vor, was große
>Ausbauten des Stromfernleitungssystems notwendig macht. Die Projekte
>werden vorwiegend in den Händen der Großkonzerne liegen, die die
>Verbraucher schon jetzt mit überzogenen Strompreisen belasten.
>
>
>
>** Initiativen zur Einführung einer angebots- und nachfrageabhängigen
>Strompreisgestaltung
>
>Schon jetzt ist vorhersehbar, dass bei vermehrter Nutzung von Sonnen-
>und Windenergie Zeiten des Stromüberschusses und andererseits Zeiten
>des Strommangels auftreten werden. Dieses Problem ist lösbar:
>dezentrale Stromspeicher bei den Verbrauchern. Speicher lohnen sich
>wirtschaftlich nur, wenn der zu speichernde Überschussstrom billig
>zur Verfügung gestellt wird und wenn zu Strommangelzeiten hohe Preise
>für den gespeicherten Strom gezahlt werden. Wir vermissen bei allen
>Parteien - auch den Grünen - Initiativen zur Einführung einer
>angebots- und nachfrageabhängigen Strompreisgestaltung. So könnten
>Aktivität und Erfindungsreichtum von Unternehmern und Ingenieuren
>angeregt werden, Strom, wenn er billig ist, zu speichern (Entwicklung
>von dezentralen Speichern) und wenn der Strom teuer ist, den
>Stromverbrauch zeitlich hinauszuzögern (Lastmanagement).
>
>
>
>** Appell an alle verantwortlichen Mandatsträger
>
>Verweigern Sie diesem faulen Energiewendekompromiss ihre
>Zustimmung! Setzen Sie sich stattdessen mit für unsere Ziele ein:
>Attraktive Vergütungen für Binnenland-Windenergie und Solarenergie
>und die Einführung einer marktgerechten Strompreisgestaltung für alle
>Verbraucher.
>
>
>
>** Fußnoten
>
>
>[1] 17.04.2011 Sigmar Gabriel in der ZDF-Sendung 'Berlin direkt'
>
>[2] 09.06.2011 – Gregor Gysi - Redebeitrag im Bundestag.
>Atomausstieg bis 2014 - Für eine erneuerbare und demokratische
>Energieversorgung
>
>[3] Am 9.6.2011 teilte Hans-Josef Fell (energiepolitischer Sprecher
>der Grünen) in einem Rundbrief mit der Überschrift 'Union stellt
>Ausbau Erneuerbarer Energien in Frage' mit: "Wir Grüne haben diese
>Woche hingegen beschlossen, dass das Ausbauziel für die Photovoltaik
>von jährlich 3000 auf 5000 MW angehoben werden soll. Eine Deckelung
>wird von uns strikt abgelehnt."
>Anmerkung des SFV: Im Jahr 2010 wurden 7.400 MW neu installiert. Die
>angestrebten 5.000 MW sind somit kein Wachstum, sondern bedeuten ein
>Schrumpfen. Die Tatsache, dass Union und FDP das Wachstum der
>Solarenergie noch stärker beschneiden wollen, darf keine Entschuldigung
>für den mangelnden Ausbauwillen der Grünen Parteispitze sein.
>
>[4] § 20 2a EEG 2009
>
>[5] Hermann Albers, BWE, bei der Anhörung im Bundestag am 08.06.11
>
>[6] Hans-Josef Fell (Bündnis 90 die Grünen) am 05.06.11 auf seiner
>Internetseite: "(...) Es ist ein erster richtiger Schritt, dass sich die
>Regierung bei der Onshore-Windkraft nun einsichtig zeigt und die
>Förderung - wie im Referentenentwurf für die EEG-Novelle vorgesehen -
>doch nicht verschlechtern wird. (...)"
>
>
>
>---------------------------------------------------
>2. Andere Umweltvereine wie BUND und die atomkritische Ärzteorganisation
>IPPNW kritisieren die Atomgesetze ebenfalls
>
>BUND: "Kein grüner Segen für diese Atompolitik" unter
>http://www.bund.net/offenerbrief
>
>IPPNW: "Parteien droht Abstrafung durch die Wähler" unter
>http://www.ippnw.de/startseite/artikel/d1f9fd1d4d/parteien-droht-abstrafung-durch-waeh.html
>
>Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. entschließt sich der
>Kritik dieser beiden Verbände an.
>

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Atomausstieg in die Verfassung!

Wir fordern den Atomausstieg in der Verfassung zu verankern.

Beteiligen Sie sich an unserer Onlineaktion!


http://umweltinstitut.org/atomausstieg_in_verfassung

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http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,761826,00.html

Forscher errechnen horrendeHaftpflicht-Kosten für Atomkraftwerke



Diese Studie dürfteder Atomlobby gar nicht gefallen. Erstmals haben Forscher der Finanzbrancheuntersucht, wie teuer eine Haftpflichtversicherung für ein Kernkraftwerkwäre. Das Ergebnis: Es geht um zig Milliarden Euro – und am Ende zahlt derBürger…


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  • taz 28.06.2011

Unternehmer zur Energiewende

"Kohle und Gas sind die Gewinner"

Die Erneuerbaren werden keinen Boom erleben, fürchtet der Unternehmer Matthias Willenbacher. Die Bundesregierung habe viel mehr ein Interesse, die Erneuerbaren zu bremsen.


http://taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/hoheit-auf-den-meeren/

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  • taz  27.06.2011
Die Atomkonzerne profitieren

Hoheit auf den Meeren

Der "Bürgerwindpark Butendiek" ist gescheitert. Das sagt viel darüber aus, worum es derzeit in Berlin geht: um die Frage, wer die Stromversorgung kontrolliert. VON INGO ARZT

Offshore-Strom steht für die alten Strukturen, sagen Konzernkritiker.



http://taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/hoheit-auf-den-meeren/

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deshalb: änderung des Erneuerbaren Energiegesetzes


Klima und Energie / Prominenter Klimaskeptiker kassierte 1 Million Dollar von Gas- und Ölfirmen
Greenpeace USA entlarvt prominenten US-Klimaskeptiker im Dienst der Öl- und Gaslobby.

Eine Reportage von Greenpeace USA über die Einkommensquellen von D